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Presseinfo – Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gesucht: Stadt Hilpoltstein startet Studie zur Aufarbeitung der NS-Geschichte

Presseinformation

22. Dezember 2021

Im Juli stimmte der Stadtrat für den Antrag der Grünenfraktion, eine Studie zur Aufarbeitung der NS-Geschichte im Stadtgebiet Hilpoltstein durchzuführen. Nun hat das Projektteam seine Arbeit aufgenommen und möchte mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ins Gespräch kommen, die die Studie unterstützen und ihre Erinnerungen teilen wollen.

In diesem Zusammenhang sucht das Team nach Zeitzeuginnen und Zeitzeugen oder auch deren Angehörigen sowie nach Fotos, Erinnerungen und Dokumenten zur NS-Zeit in Hilpoltstein: Bilder von Fasching und Burgfest, von politischen Veranstaltungen oder privaten Feiern, ob Zeitungsausschnitte, Feldpost, Tagebücher oder Dokumente zu Flucht, Vertreibung, Gefangenschaft. Im Zentrum stehen die persönlichen Erinnerungen.

Besonders interessant sind dabei natürlich Personen, die die Zeit des Nationalsozialismus aktiv miterlebten, sowie diejenigen, die in der unmittelbaren Nachkriegszeit aufwuchsen und sich für ein Interview zur Verfügung stellen möchten. Aber auch Angehörige sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Diejenigen, die ihre Familiengeschichte aus erster Hand kennen oder über Dokumente und Bilder dieser Zeit verfügen. So kann auch ein Dachbodenfund ein wertvoller Beitrag zum Projekt sein. Interessierte können sich direkt bei der Stadt Hilpoltstein melden.

Durchgeführt wird das Projekt von der Historikerin Maria Dechant. Die Wissenschaftlerin mit einem Schwerpunkt auf Neuere und Neueste Geschichte und insbesondere NS-Geschichte studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und verfügt bereits über viel Erfahrung in der wissenschaftlichen Aufarbeitung der NS-Geschichte vor allem in Hinblick auf regionale Projekte. Nach Stationen in den Dokumentationszentren Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und Obersalzberg sowie beim Institut für Zeitgeschichte in München, ist sie aktuell neben ihrer Arbeit in Hilpoltstein beim Suchdienst Fallbearbeitung 2. Weltkrieg des Deutschen Roten Kreuzes tätig.

Unterstützt wird sie in ihrer Arbeit durch Dr. Annett Haberlah-Pohl und Karolina Albrecht aus der Stadtverwaltung. Dr. Markus Urban vom Geschichte für Alle e.V., Institut für Regionalgeschichte, in Nürnberg belgeitet die Studie als externer Sachverständiger. Er hat in der Vergangenheit bereits mehrere ähnliche stadthistorische Projekte erfolgreich durchgeführt und publiziert wie etwa zur Aufarbeitung von „Neumarkt im Nationalsozialismus“ und bringt seine Expertise in das Projekt mit ein.

Für das neue Jahr ist eine Auftaktveranstaltung in Planung, bei der sich das Team vorstellt und über das Projekt, Vorgehen und Ablauf informieren wird. Sofern die Coronasituation es zulässt, wird diese Veranstaltung hybrid stattfinden.

Ansprechpartnerin für das Projekt ist Maria Dechant.

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