Gemeinsam für eine bessere Anbindung
Seit 2016 arbeitet eine Gruppe von engagierten Menschen aus Hilpoltstein und Umgebung innerhalb des Arbeitskreises "S-Bahn 2030" zusammen und kann inzwischen auf eine beeindruckende Erfolgsbilanz zurückblicken. Nicht zuletzt aufgrund der Vorarbeiten des Arbeitskreises wurde im September 2025 der Planungsvertrag zwischen Bahn und Verkehrsministerium zum Ausbau und zur Elektrifizierung der heutigen Gredl-Strecke bis Hilpoltstein unterzeichnet.
Hilpoltstein auf dem Weg zum S-Bahn-Anschluss
- Der AK S-Bahn nimmt seine Arbeit auf und trifft sich erstmals.
- Der Fahrgastverband PRO BAHN unterstützt das Vorhaben zur Gredl-S-Bahn.
- Erste Presseberichte werden veröffentlicht.

- Zum Jahresbeginn findet in Hilpoltstein ein zweitägiger Experten-Workshop statt.
- Im Oktober wird die Stadt Hilpoltstein Mitglied im Fahrgastverband PRO BAHN.

- Im Januar läuft die Öffentlichkeitsarbeit mit einer Flyeraktion an
- Im März lehnt der Stadtrat Roth die S-Bahn-Verlängerung ab und trifft auf heftigen Widerstand
- Kurz darauf versendet der Arbeitskreis Briefe an mögliche Unterstützer.

- Im Januar geben die Städte Hilpoltstein und Roth sowie der Landkreis eine Machbarkeitsstudie in Auftrag.
- Parallel finden Gespräche mit dem Bundeswehrstandort Roth zur Anbindung Eckersmühlens als Bahnhof für die kommende Offiziersschule der Luftwaffe statt.
- Mit dem Fahrplanwechsel zum Jahresende wird die Taktung morgens und abends verlängert

- Vorstellung der positiven Ergebnisse der Machbarkeitsstudie des Büros TTK
- Befürwortung des Ausbaus

- Im September beginnt die Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten für die Bahnübergänge
- Ein erstes Treffen mit Landwirten findet in Hofstetten statt

- Treffen zwischen Stadt Hilpoltstein und Vertretern der DB Netz zur Reduzierung der Warn-Pfeiftöne an den Übergängen
- Sonderfahrt Roth-Hilpoltstein mit Mitgliedern des Bundestags, des Landtags, der DB Regio sowie mit dem Landrat und den Bürgermeistern von Hilpoltstein und Georgensgmünd

- Gespräche mit Landrat Ben Schwarz und Bürgermeistern zur Erläuterung des Projekts
- Vorstellung der Ergebnisse zum "Ausbauprogramm S-Bahn-Nürnberg" im Oktober. Das Gutachten bestätigt die Machbarkeit und kommt zu dem Schluss, dass der Nutzen der Maßnahme die zu erwartenden Kosten deutlich übersteigt.

- einstimmige Zustimmung des Kreistags Roth zur S-Bahn-Verlängerung im April
- Unterschrift des Planungsvertrags durch Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und Heiko Büttner, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern, in Hilpoltstein
- Beauftragung der DB Infra mit den Planungen durch den Freistaat Bayern

Aktivitäten des AK S-Bahn
Strukturdaten
Strukturdaten
Analyse 2018
- Ausschreibung Diesel-Netz (Inseln) 2015-2019
- Raumstruktur
- Elektrifizierung
- Wirtschaftlichkeit
- Potentiale
- Metropolregion
- Pendler
- Fahrzeugbestand
- Verkehrsmengen
- KNA (Kosten-Nutzen-Analyse)
- ÖPNV Roth
Die Analyse zum Download (PDF-Dokument, 16,0 MB, 30.07.2025)
Workshop "S-Bahn 2030" am 14./15.01 2017
Workshop "S-Bahn 2030" am 14./15.01 2017
Workshop des Arbeitskreises zum Status Quo, zu möglichen Ausbauvarianten und zu deren Chancen und Nachteilen.
Die Workshop-Dokumentation zum Download (PDF-Dokument, 11,9 MB, 30.07.2025)
Bahnhöfe
Bahnhöfe
Untersuchung zu den Möglichkeiten am Bahnhof Roth, Haltepunkt Eckersmühlen und Bahnhof Hilpoltstein
- Ausbau der Gleise
- Verlängerung von Gleisen
- Verlegung des Fernverkehrs
Varianten des Bahnhofausbaus zum Download (PDF-Dokument, 2,19 MB, 30.07.2025)
Machbarkeitsuntersuchung 2020
Machbarkeitsuntersuchung 2020
Machbarkeitsuntersuchung "Weiterentwicklung der Strecke Roth – Hilpoltstein" durch das Büro TTK
kommt zum Ergebnis, die Elektrifizierung und der Ausbau der S-Bahn bis Hilpoltstein seien die wirtschaftlichste Variante.
Die Ergebnisse der Studie zum Download (PDF-Dokument, 4,47 MB, 30.07.2025)
Bahnübergänge
Bahnübergänge
Untersuchung der Bahnübergänge der Gredl
Herausforderung:
- insgesamt 22 Bahnübergänge auf 10,7 km, davon 6 technisch gesichert)
- Ungesicherte Übergänge verringern die Geschwindigkeit und verlangen Warntöne (Pfeifen)
- Bahnübergänge sind Unfallschwerpunkte
Auflistung der Bahnübergänge zum Download (PDF-Dokument, 17,6 MB, 30.07.2025)
Fahrplanstudie/Taktverdichtung
Fahrplanstudie/Taktverdichtung
- Warum ein 20-Minuten-Takt so erwägenswert ist
- 60- und 20-Minuten-Takt im Vergleich (Infrastruktur, Fahrplan, Nutzen, Kosten)
Vortrag "S-Bahn Roth – Hilpoltstein, Taktverdichtung" für Arbeitskreis S-Bahn RH – HIP und DB InfraGO AG am 16. Dezember 2025
Referent: Dipl.-Ing. Benjamin Hartung
Der Vortrag zum Download (PDF-Dokument, 804,92 KB, 23.12.2025)
Streckenbegehung
Streckenbegehung
Streckenbegehung
Stellungnahmen zur Geschwindigkeit und Sicherungstechnik
Stellungnahmen zur Geschwindigkeit und Sicherungstechnik
Geschwindigkeitserhöhung durch Trassenverbesserung
Die Trassierung der Strecke gibt heute, außerhalb der Ortslagen von Roth und Eckersmühlen, bereits in weiten Teilen (deutlich) mehr als 60km/h her.
Mit vergleichsweise kleinen Anpassungen (punktuelle seitliche Verschiebungen, Anpassung der Querneigung des Gleises) liegen durchgehend 100 km/h außerhalb der Ortslagen durchaus im Bereich des Möglichen, entsprechend einer Fahrzeit von bestenfalls 10 Minuten zwischen Roth und Hilpoltstein.
Zugsicherung / ETCS
Im Zuge des im Rahmen der Digitalen Schiene Deutschland vorgesehenen Starterpaket-Projekts "ScanMed" wird der Knoten Nürnberg sowie u. a. die Achse Nürnberg--Augsburg--München bis 2030 einmal durchdigitalisiert. Dazu zählt u. a. der Ersatz des Stellwerks Roth und die Umstellung auf einen Betrieb ohne Lichtsignale und ohne Punktförmige Zugbeeinflussung. Die in den kommenden Jahren dafür benötigten Mittel sind bereits im Bundeshaushalt hinterlegt.
Damit einher geht u. a. die Ausrüstung sämtlicher S-Bahnen im Raum Nürnberg mit dem neuen System ETCS, womit auch die langsamen, der so genannten 500-Hz-Beeinflussung geschuldeten Einfahrten in Roth entfallen.
Wendezeit am Endbahnhof
Wendezeiten, die zumindest wenige Minuten (sei es nur, um ohne Hast mal die Toilette aufsuchen zu können) über die für das eigentliche Wenden notwendigen und vorgesehenen Zeiten hinausgehen, sind grundsätzlich begrüßenswert. Zusätzlich können damit natürlich auch mögliche Folgeverspätungen verringert werden. Aktuell betragen die vorgesehenen Wendezeiten für die lokbespannten Züge aus 143 + 4 x-Wagen 7 Minuten und für die ET 442 geringfügig weniger.
Fahrzeitverkürzung/Einfahrt Bahnhof ROTH
Was die Verkürzung der Fahrzeiten angeht bin ich recht optimistisch. Die Fahrpläne richten sich immer auch nach den Möglichkeiten der planmäßig eingesetzten Fahrzeuge. Anders als die derzeit zum Einsatz kommenden diesel-mechanischen VT der Baureihen 642 und 648 haben elektrische Triebwagen eine höhere Beschleunigung und erreichen folglich schneller die erforderliche Geschwindigkeit.
In Richtung Roth kam es zwischen Lohgarten und Roth zu einer zusätzlichen Minute, da Roth durch das Verlegen von zwei zusätzlichen 500 Hz PZB-Streckenmagneten zur Absicherung der niedrigeren Geschwindigkeit wegen des verkürzten Durchrutschweges nicht mehr in der bisherigen Zeit zu erreichen war. Nach Umgestaltung des Rother Bahnhofs bzw. je nach Ablaufs der Kreuzung würde sich dieses Problem erübrigen.
Bahnübergänge
Sowohl Richtung Roth (Lohgarten) als auch Richtung Hilpoltstein (Lohgarten und Eckersmühlen) müssen die Bahnübergangssicherungsanlagen (BÜSA) durch den Lokführer nach Halt am Bahnsteig eingeschaltet werden. Da das jeweils erste Überwachungssignal der BÜSA in Lohgarten Richtung Roth und in Eckersmühlen Richtung Hilpoltstein vor dem Bahnsteig steht, sind diese "blind" und es kommt durch die punktförmige Zugbeeinflussung (PZB) grundsätzlich zu einer 1000 Hz-Beeinflussung mit anschließender Geschwindigkeitsüberwachung, deren Überwachungsgeschwindigkeiten sich durch den unmittelbar darauffolgenden Halt am Bahnsteig reduzieren (von unter 85 km/h auf unter 45 km/h der sog. restriktiven Überwachung) und die Züge auf einer Strecke bis zu 1250 Meter ausbremsen.
Besonders seit der Verlegung der zusätzlichen PZB-Magneten vor dem Einfahrsignal (Esig) von Roth und in Roth unweit des Fußgängerüberweges. Die Verschachtelung der Beeinflussungen erzwingt im Vergleich zur möglichen Streckengeschwindigkeit mitunter wesentlich niedrigere Geschwindigkeiten auf dem gesamten Stück von Lohgarten bis zur Ankunft in Roth sowie in Eckersmühlen von der Abfahrt Richtung Hilpoltstein bis etwa zum Ortsrand von Eckersmühlen. Durch eine Änderung der BÜSA mit Verlegen eines Einschaltkontaktes an der Strecke könnten diese Zeitverluste für den Zugverkehr leicht vermieden werden. Nachteilig ist natürlich die folglich längere Schließzeit der BÜs.
Brücken (Zustand)
Auf der Gredl-Strecke sind 6 Brücken im Brückenkatalog der Deutschen Bahn zu finden. Man kann dort den Zustand und geplanten Maßnahmen aufrufen.
Der Arbeitskreis S-Bahn 2030

Ständige Mitglieder des Arbeitskreises (AK) – Stand: November 2025
- Ulla Dietzel (Hilpoltstein, Sprecherin AK, CSU)
- Christoph Leikam (Hilpoltstein, Bündnis 90/Die Grünen)
- Peter Reinhardt (Hilpoltstein, Verkehrsingenieur)
- Wolf Bandemir (Thalmässing, Fahrgastverband PRO BAHN)
- Reiner Wagner (Hilpoltstein)
- Wolfgang Schmidt (Hilpoltstein)
Beratung und Zusammenarbeit
Seit Januar 2017 haben beraten, unterstützt und sich informiert:
- Ingenieur für Bahnstrom-Versorgung
- Bauingenieur für Trassierung von Eisenbahnstrecken
- Ingenieur für Fahrplangestaltung
- Ingenieur für Eisenbahn-Sicherungstechnik und Signalwesen
- Triebfahrzeugführer der Deutschen Bahn
- Vertreter der im Stadtrat Hilpoltstein vertretenen Parteien
- Vertreter der im Stadtrat Roth vertretenen Parteien
- Vertreter der künftigen Offizierschule der Luftwaffe in Roth
- Vertreter/innen des Landratsamt Roth
- Vertreter der Städte Roth und Hilpoltstein
- Vertreter/innen der Deutschen Bahn, BEG, VAG/VGN und des Fahrgastverbands PRO BAHN
- Presse: Hilpoltsteiner Kurier und die Hilpoltsteiner Volkszeitung
- Interessierte Bürger/-innen

