Für ein sicheres Miteinander im Straßenverkehr
Radfahren macht Spaß, fördert die Gesundheit und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer klimafreundlichen Mobilität. Neben einer guten Sichtbarkeit und passender Kleidung ist vor allem ein respektvolles Miteinander im Straßenverkehr entscheidend.
Als Fahrradfreundliche Kommune fördert Hilpoltstein eine faire und nachhaltige Mobilität. Damit alle Verkehrsteilnehmenden gut und sicher unterwegs sind, braucht es besonders bei wechselhaftem Herbstwetter gegenseitige Rücksichtnahme, Aufmerksamkeit und die Einhaltung der Verkehrsregeln. Blendende tiefstehende Sonne, plötzliche Regenschauer oder Verschmutzungen der Fahrbahn können die Sicherheit beeinträchtigen. Umso wichtiger sind gegenseitige Rücksichtnahme und das Bewusstsein der Radler, sichtbar unterwegs zu sein. Die Stadt ermutigt dazu, im Straßenverkehr respektvoll und aufmerksam miteinander umzugehen.
Plakatkampagne „Hilpoltstein macht’s richtig“
Die Motive der Kampagne greifen typische Situationen aus dem Straßenverkehr auf. Sie erinnern Autofahrerinnen und Autofahrer daran, Radfahrenden insbesondere an den rot markierten Aufstellflächen an Ampeln den Vorzug und ausreichend Raum zu geben. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Freihalten sogenannter Fahrradschutzstreifen. „Auch wenn die gestrichelte Linie vielleicht etwas anderes suggeriert, müssen diese Fahrradschutzstreifen freigehalten werden“, erklärt Helmut Neuweg, denn diese seien wichtige Sicherheitsbereiche für den Radverkehr und dürften weder zum Parken oder Halten genutzt noch befahren werden. „Leider wissen viele Verkehrsteilnehmer nicht, dass solche Schutzstreifen, wie wir sie etwa an der Industriestraße in Richtung Hofstetten haben, für Fahrräder reserviert sind. Hier ist die Straße sogar breit genug, dass sie in der Regel nicht einmal zum Ausweichen gebraucht würden.“ Nur wenn Schutzstreifen frei bleiben, könnten Radfahrende sicher unterwegs sein. Auch das Thema Sichtbarkeit greift die Kampagne auf. Eine funktionierende Beleuchtung am Fahrrad ist entscheidend, um frühzeitig gesehen zu werden. Gerade in der dunkleren Jahreszeit gilt daher: Licht einschalten und sichtbar unterwegs sein.
„Sicherer Radverkehr gelingt nur, wenn alle ihren Beitrag leisten. Autofahrende müssen Radfahrenden ausreichend Abstand und Raum geben, Radfahrende müssen vorhandene Radwege nutzen und auf eine gute Sichtbarkeit achten. Rücksichtnahme ist der Schlüssel für ein gutes Miteinander im Straßenverkehr“, betont die Stadt Hilpoltstein.
Integration der AGFK-Kampagne „Feier ich!“
Die Stadt Hilpoltstein kombiniert ihre eigenen Motive mit der Kampagne „Feier ich!“ der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e. V. (AGFK). Mit Großflächenplakaten und einem Augenzwinkern ruft sie Verkehrsteilnehmende zur Rücksichtnahme auf. Denn mit Humor und gegenseitigem Verständnis lassen sich viele Konflikte vermeiden.
Sicher unterwegs zum Schulbeginn
Die Stadt bittet alle Verkehrsteilnehmenden, besonders zum Schulbeginn aufmerksam und vorausschauend unterwegs zu sein. Dabei kommt den Erwachsenen besondere Vorbildfunktion zu. Mit guter Beleuchtung, regelkonformem Verhalten und der Nutzung vorhandener Radwege zeigen sie den kleineren Verkehrsteilnehmenden, wie es richtig geht. Autofahrer bittet die Stadt, besonders vorsichtig zu sein und auf ein „Elterntaxi“ zu verzichten, um die Flächen rund um die Schulen für alle sicher und frei zu halten.
Über die AGFK Bayern:
In der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern) haben sich derzeit 83 bayerische Kommunen mit insgesamt knapp sechs Millionen Einwohnern mit dem Ziel zusammengeschlossen, gemeinsam den Radverkehr zu fördern, Erfahrungen auszutauschen und Synergieeffekte zu nutzen.
Die AGFK Bayern vertritt die Interessen ihrer Mitglieder im Radverkehrsbereich u.a. in der Landes- und Bundespolitik und bei kommunalen Spitzenverbänden. Dazu zählen sowohl die Förderung einer radverkehrsfreundlichen Mobilitätskultur als auch der Ausbau der Infrastruktur und die Erhöhung der Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer. Alle Mitglieder werden nach einem einheitlichen Kriterienkatalog auf ihre Fahrradfreundlichkeit geprüft.

