Umgebung & Ausflüge
Burgstadt am Rothsee

» Main-Donau-Kanal
Vorgänger
des heutigen Kanalprojekts war der gescheiterte Versuch Karls des Großen
im Jahr 793, Donau und Rhein mit einem Durchstich zu verbinden. Grund für
sein Scheitern war der tonige Untergrund, der alle Grabungsbemühungen zunichte
machte. Im 19. Jahrhundert ließ König Ludwig I. von Bayern denn 173
km langen Ludwig-Main-Donau-Kanal von Kelheim bis Bamberg bauen, der jedoch
aufgrund seiner 100 Schleusenanlagen und geringen Breite nur schlecht befahrbar
war. 1945 wurde er aufgrund von Kriegsschäden aufgelassen wurde. 1921 wurde
die Rhein-Main-Donau AG gegründet und mit dem Neubau beauftragt. Mit der
Eröffnung der 171 km langen Strecke von Bamberg bis Kelheim am 25. 9.
1992 wurde eine 3500 km lange Wasserstraße zwischen Nordsee und Schwarzem
Meer geschaffen. Die Kanaltrasse ist 4 m tief, der Wasserspiegel 55 m breit;
zur Überwindung der Höhenunterschiede sind 16 Schleusen notwendig.
Durch den Rhein-Main-Donau-Kanal haben sich die Schiffverkehrsmöglichkeiten
auf der Donau wesentlich verbessert.
Der
Kanal wird mittlerweile auch für Freizeitaktivitäten stark genutzt.
Überregionale Fahrradwege führen entlang der Uferlinien über
die gesamte Strecke von Bamberg bis Kelheim. Beliebt ist der Kanal vor allem
bei den Anglern, da dieser einen hohen Fischbesatz unterschiedlichster Arten
aufweist. Die Personenschifffahrt hat die Wasserstraße ebenfalls für
sich entdeckt und bietet im Raum Berching, Beilngries und Dietfurt täglich
Fahrten an.
» Brombachsee und Altmühlsee
Brombachsee:
Auf einer Fläche von 890ha Wasserfläche, vergleichbar der
Größe des Tegernsees, erstreckt sich der Brombachsee mit seinen drei
Teilbecken Großer Brombachsee, Kleiner Brombachsee und Igelsbachsee zwischen
den malerischen Hügeln des Spalter Hügellandes im Norden und den Städten
Gunzenhausen und Weißenburg im Süden. Seine Uferlinie beträgt
17,5 Kilometer, der Ostdamm ist 1,7 Kilometer lang und 36 Meter hoch. Die maximale
Wassertiefe beläuft sich auf 33 Meter.
Kontakt:
Zweckverband Brombachsee
91785 Pleinfeld-Ramsberg
09144/571
Grund für das Anlegen des Sees waren die regional stark schwankenden Wasservorkommen in Bayern. Während das Land südlich der Donau wasserreich ist, herrscht in Nordbayern Wasserarmut.
Dieser
von der Natur vorgegebene Mangel hat zur Folge, dass in Nordbayern nur etwa
1/3 der Wassermenge im Vergleich zum wasserreichen Donauraum zur Verfügung
steht. Zur Verbesserung der Standortbedingungen in Nordbayern lag es nahe, einen
überregionalen Wasserausgleich durch eine Überleitung von Altmühl-
und Donauwasser in das Regnitz-Main-Gebiet zu schaffen.
Der Brombachsee wird touristisch intensiv genutzt und weist eine Vielzahl entsprechender
infrastruktureller Einrichtungen auf. So gruppieren sich um den See eine Reihe
von Erholungszentren und Campingplätzen mit vielfältigem Angebot.
Das Radwegenetz entlang der Uferlinien ist sehr gut ausgebaut. Seit Mai 2000
ist auf dem großen Brombachsee die „MS Brombachsee“ in Betrieb,
der größte Trimaran, der derzeit auf einem Stausee in Europa in Betrieb
ist. Er bedient die Haltestellen Ramsberg, Absberg, Enderndorf, Allmannsdorf
und Pleinfeld.
Kontakt:
Erlebnisschifffahrt Brombachsee
Am Anger 10
91785 Pleinfeld-Ramsberg
09144/ 92 705-0
0172-59 25 130 (Schifffahrtstelefon)
09144/ 92 705-19
info@erlebnisschifffahrt-brombachsee.de
Altmühlsee:
Der Altmühlsee wurde als erster See des Fränkischen Seenlands im Jahr
1985 geflutet. Er weist eine Größe von 4,5 Quadratkilometern auf,
ist 4 Kilometer lang und 3 Meter tief. Der kombinierte Wander- und Radweg um
den See ist 8,5 Kilometer lang.
Die Seezentren Gunzenhausen-Schlungenhof, Muhr am See, Gunzenhausen-Wald und Südufer laden zum Baden, Erholen, Segeln und Surfen ein. Die größte Attraktion ist die Vogelinsel im nördlichen Bereich des Sees.
Ein
Lehrpfad führt über die Insel und der dortige Aussichtsturm ist ideal
zum Beobachten von See- und Wasservögeln. Der Landesbund für Vogelschutz
bietet von März bis Oktober verschiedene Führungen und Exkursionen
für Einzelpersonen und Gruppen an.
Kontakt:
Umweltstation Altmühlsee
Landesbund für Vogelschutz in Bayerns
Schloßstraße 2
91735 Muhr am See
09831/4820
: 09831/1882
altmuehlsee@lbv.de
Die
“MS Altmühlsee” fährt gegen den Uhrzeigersinn um den See
und bedient die drei Haltestellen Schlungenhof (Hauptanlegestelle), Muhr am
See und Wald.
Kontakt:
Zweckverband Altmühlsee
Marktplatz 25
91710 Gunzenhausen
09831/508-191
09831/508-192
» Kelheim und Kloster Weltenburg
Die
Wittelsbacherstadt Kelheim wartet mit mehreren hochkarätigen Sehenswürdigkeiten
auf, die internationale Bekanntheit erlangt haben. Von Ferne grüßt
bereits die Befreiungshalle auf dem Michelsberg. Der imposante Bau der Befreiungshalle
erhebt sich über dem dreistufigen Sockel, zu dem eine repräsentative
Freitreppe führt. Das Innere dieses kolossalen, reich mit Marmor ausgekleideten
Kuppelraumes (Durchmesser 29,5 m, Höhe 45,0 m) gliedern zwei Geschosse:
eine Nischenreihe unten und eine Säulengalerie oben.. Im Erdgeschoß
bilden 18 Nischen den Hintergrund für die Überlebensgroßen Viktorien
(von Ludwig Schwanthaler und Max von Widnmann), die die 34 noch nach der napoleonischen
Fremdherrschaft existierenden deutschen Staaten symbolisieren und jeweils zu
zweit ein Bronzeschild mit den Namen der Schlachten während der Befreiungskriege
halten. 18 Tafeln zwischen den Geschossen künden den Ruhm der berühmtesten
Feldherren und goldene Buchstaben im Archiv der Säulengalerie die Namen
der eroberten Festungen.
Kontakt:
Verwaltung der Befreiungshalle Kelheim
Befreiungshallestraße 3
93309 Kelheim
09441/ 682070
09441/ 682077
Von Kelheim aus starten die Ausflugsschiffe zum berühmten Donaudurchbruch und weiter zum Kloster Weltenburg. Das Kloster Weltenburg ist am Eingang des romantischen Donaudurchbruchs gelegen. Es wurde von den iroschottischen-kolumbanischen Wandermönchen Eustasius und Agilus von Luxeuil (Burgund) aus um das Jahr 600 gegründet und ist somit die älteste klösterliche Niederlassung Bayerns. Die von den Gebrüdern Asam in den Jahren 1716-1739 unter dem damaligen Abt Maurus Bächl (1713-1743) erbaute und ausgestaltete Abteikirche zählt zu den Spitzenleistungen des europäischen Barocks. Im Jahre 1803 fiel Weltenburg der Säkularisation zum Opfer und wurde aufgelöst. Es wurde aber schon 1842 durch König Ludwig I. von Bayern als Priorat wiedererrichtet und von Mönchen aus Metten besiedelt. Seit dem Jahre 1913 ist Weltenburg wieder Abtei.
Heute besuchen rund 500.000 Touristen im Jahr das Kloster. Kirchenführungen über Architektur und Kunst vermitteln die Botschaft des christlichen Glaubens. Für das leibliche Wohl der Touristen sorgen die Klosterbrauerei und die Klosterschenke. Spezialität ist das dunkle Weltenburger Klosterbier.
Kontakt:
Benediktinerabtei Weltenburg
Asamstraße 32
93309 Kelheim
09441/ 5911
09441/ 5911
abtei-weltenburg@t-online.de
Klosterschenke:
09441/ 204-143
09441/ 204-162
www.klosterschenke-weltenburg.de
» Nürnberg
Nürnberg,
zweitgrößte Stadt Bayerns, weist eine Wohnbevölkerung von 513.000
Einwohnern auf. Mit den Nachbarstädten Fürth, Erlangen und Schwabach
sowie den angrenzenden Landkreisen ist Nürnberg Teil eines bedeutenden
europäischen Wirtschaftsraumes an der Nahtstelle der EU zu ihren östlichen
Nachbarn. Attraktive Landschaften prägen die Umgebung Nürnbergs: im
Osten die Fränkische Alb, im Norden die Fränkische Schweiz und im
Südwesten das Fränkische Seenland.
Nürnberg
lebt nicht zuletzt von seiner ereignisreichen Historie und den geschichtsträchtigen
Ereignissen, die sich heute vor allem in der Architektur widerspiegeln. An historischen
Sehenswürdigkeiten bietet die Stadt eine derartige Vielzahl, dass ein Tagesaufenthalt
nicht ausreichen wird. Zu den bekanntesten zählen die Nürnberger Burg,
die Lorenzkirche, der Handwerkermarkt und das Lochgefängnis.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Germanische Nationalmuseum, das „Neue Museum“ für Kunst und Design, das Reichsparteitagsgelände mit Dokumentationszentrum und der Tiergarten Nürnberg.














